Thesen zur Entwicklung von Zwischenstadt: "Zwischenstadt auf der Reise wohin?"
Das Teilprojekt "Zwischenstadt - auf der Reise wohin?" widmet sich den Kräften hinter den Veränderungen des suburbanen Raumes, den Akteuren und den spezifischen Rahmenbedingungen, unter denen diese handeln.
Siedlungsentwicklung ist als ein Ergebnis eines sehr komplexen Zusammenspiels unterschiedlicher Prozesse, Trends Strukturen und Rahmenbedingungen zu begreifen. In der ersten Analyseebene dieses Teilprojektes wurde der Versuch unternommen, eine, wenn auch bereits vorausgewählte, so doch insgesamt immer noch große Zahl dieser Kräfte, Trends und Rahmenbedingungen der Beeinflussung der räumlichen Verteilung von Bevölkerung und Arbeitsplätzen systematisch darzustellen. Diese verändernd auf den suburbanen Raum einwirkenden Kräfte umfassen u.a. ökonomische Mechanismen, fiskalische Steuerungsinstrumente, gesellschaftliche Trends und politische Setzungen. Im Stil von Lexikonartikeln werden auf je einer Seite die Wirkungsrichtung im Suburbanisierungsgeschehen, die Beurteilung im Blick auf andere Ziele und jeweils Literaturhinweise gegeben. In einem abschließenden Fazit erfolgt eine Zusammenschau der verschiedenen Kräfte und Rahmenbedingungen mit der Zielstellung, das Zusammenwirken, die wechselseitige Beeinflussung dieser Kräfte im Kontext der Zwischenstadt zu verdeutlichen. Die so vollzogene Charakterisierung der handlungs- und entwicklungsbeeinflussenden Rahmenbedingungen zeigt umfassende Wirkungszusammenhänge auf und ermöglicht Hinweise auf politische Gestaltungsoptionen. Das Papier "Kräfte und Akteure in der Zwischenstadt, Teil 1: Kräfte" konnte im Jahr 2002 überwiegend abgeschlossen werden, die Ergebnisse wurden auf der 2.Sitzung des Ladenburger Kollegs im Januar 2003 präsentiert und anschließend überarbeitet.
In einem zweiten Arbeitsschritt wurde in diesem Teilprojekt die Zwischenstadt als Politikraum untersucht. Dabei wurden die wichtigsten institutionellen Akteure im ausgewählten Untersuchungsraum, der Rhein-Main-Region, identifiziert und analysiert. Anknüpfend an die aktuell diskutierte Frage der Steuerungsfähigkeit der Stadtregion lassen sich hierdurch Aussagen über Hemmnisse und Chancen einer koordinierten Gestaltung des suburbanen Raumes treffen. Nachdem 2002 relevante und kompetente regionale Ansprechpartner identifiziert und kontaktiert worden waren, wurden umfangreiche Gespräche vor Ort im ersten Quartal 2003 durchgeführt.
Dabei wurde das Schwergewicht auf die verschiedenen Formen der interkommunalen Kooperation gelegt. Eine Datenbank des Planungsverbandes enthält - obwohl evtl. noch lückenhaft - allein 114 Kooperationen. Untersucht wurden neben den administrativen Einheiten, die Institutionen des Ballungsraumgesetzes, Organisationen der Regionalpolitik, Wirtschaftsförderung, sowie des Verkehrs, der Ver- und Entsorgung. Dabei wurde vor allem die Inkongruenz der räumlichen Abgrenzungen herausgestellt und kartographisch dargestellt. Die Ergebnisse wurden unter dem Titel "Kräfte und Akteure in der Zwischenstadt, Teil 2: Akteure und ihre Räume in der Rhein-Main-Region" auf der 4. Sitzung des Kollegs im November 2003 präsentiert und bis Jahresende überarbeitet, womit das Teilprojekt abgeschlossen wird.
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