Gestalterischer Umgang mit dem suburbanen Raum, Herausarbeiten der Unterschiede zur Suburbanisierung in den U.S.A.


Das Forschungsprojekt richtet den Blick auf die neueren Diskurse und Konzepte zur Entwicklung des postsuburbanen Raums in den USA. Diese werden nach ihrer Bedeutung für die Qualifizierung der "Zwischenstadt" befragt.

In den letzten Jahren ist in den USA eine Bewegung gewachsen, die sich gegen die Zersiedelung im Umland der Städte (Sprawl) und die daraus erwachsenden ökologischen und sozialen Probleme wendet. Programmatische Grundlage der Anti-Sprawl-Bewegung ist eine fachlich übergreifende Plattform, eine gestalterische, politische, sozioökonomische und ökologisch nachhaltige Vision der Stadtregion. Die Anti-Sprawl-Bewegung agiert seit den 1990er Jahren bundesweit, in den einzelnen Staaten, in Regionen und auf kommunaler Ebene. Sie wird von miteinander vernetzten Organisationen (bspw. CONGRESS FOR THE NEW URBANISM, SMART GROWTH NETWORK AMERICA), Institutionen (bspw. URBAN LAND INSTITUTE oder BROOKINGS INSTITUTION) und Verbänden (bspw. AMERICAN ASSOCIATION OF PLANNING) getragen. Der Anti-Sprawl-Bewegung ist es gelungen, den öffentlichen und politischen Diskurs über die Entwicklung der Regionen sowie die Fachdiskussionen der Architekten, Planer, Investoren maßgeblich zu beeinflussen.


Dagegen ist die "Zwischenstadt" in Deutschland ein aus der öffentlichen und politischen Diskussion weitgehend ausgeblendeter Raum. Reformen gestalterischer oder politischer Art werden hierdurch erheblich erschwert. Der Blick in die USA zeigt, dass der größere und spürbare Problemdruck immer weiter in die Regionen ausgreifender Urbanisierung wesentlicher Motor der gesellschaftlichen Mobilisierung ist. Darüber hinaus aber liegt es auch an den Formen und Strategien der Anti-Sprawl-Bewegung, dass eine breite öffentliche und politische Resonanz angeregt werden konnte.


Die Untersuchung umfasst eine Recherche der Diskussionen zum Thema "Sprawl" in den USA im Internet, eine strukturierende Analyse dieser Materialien und neuer Forschungsliteratur sowie eigene teilnehmende Beobachtungen auf Kongressen und in realisierten Siedlungen der Anti-Sprawl-Bewegung.



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