Beitrag der Landwirtschaft: Kritik und Potenziale
Analysiert wird die Situation der Landwirtschaft in der Zwischenstadt, die sich durch die permanenten Flächenverlust in ihrer Existenz bedroht und durch andere Nutzungen im Freiraum beeinträchtigt fühlt.
Als Betrachtungsraum wurde ein Ausschnitt innerhalb der Rhein-Main Region gewählt, in dem aufgrund der besten Böden und des attraktivsten Landschaftsbildes die stärksten Nutzungskonflikte für den Freiraum zu vermuten sind: von den Taunushängen bis ins Niddatal wurde von Hofheim im Westen bis Bad Homburg im Nordosten
Untersucht werden Potenziale einer Umstrukturierung der Landwirtschaft im Ballungsraum und damit der Erhalt der Landwirtschaft einerseits bei gleichzeitiger Qualifizierung der Landschaft andererseits.
Qualifizierungspotenziale werden in folgenden Bereichen gesehen:
- Rückbindung in die Region durch Produktion für die regionalen Märkte.
- Tertiarisierung durch die Übernahme von Dienstleistungen für die Bewohner der Region
- Tertiarisierung durch Pflege der Landschaft anstelle einer Produktion in der Landschaft
Gerade die Lage in der Zwischenstadt ermöglicht den Landwirten den Strukturwandel von der industrialisierten Landwirtschaft zur Dienstleistungslandwirtschaft aufgrund der großen Nachfrage an Freizeitangeboten, aber auch an frischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Diese Tertiarisierung hat bereits in zahlreichen der Betriebe stattgefunden, die ihre Existenz durch Direktvermarktung und Pferdepensionshaltung sichern. Dabei sollen räumliche Auswirkungen auf den Landschaftsraum stärker berücksichtigt werden.
Im weiteren ist ebenfalls zu untersuchen, inwieweit die geplante Änderung der EU-Subventionen von der Produktionsförderung zu einer qualitativen und flächenabhängigen Förderung den übrigen Landwirten Möglichkeiten für Pflegedienstleistungen einer Erholungslandschaft eröffnet.
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