Zwischenstadt andernorts - Vergleich konzeptioneller und theoretischer Annäherungen anhand von ausgewählten Beispielen


Das Teilprojekt "Zwischenstadt andernorts" gibt Auskunft über den Stand der Diskussion um Zwischenstadt, zeigt mögliche Sichtweisen auf Zwischenstadt, vergleicht europäische Beispielregionen und analysiert internationale Entwurfskonzepte.


Positionen

Zunächst werden verschiedene Richtungen der Debatte um Zwischenstadt sowie Planungstendenzen aufgezeigt. Im Anschluss erfolgt eine "Positionierung" im Sinne einer grundsätzlichen Akzeptanz der Zwischenstadt als zeitgenössische urbane Umwelt, die eine veränderte Sichtweise auf die von Planern zumeist abgelehnten räumlichen Erscheinungsformen der Agglomeration beinhaltet. Schon diese veränderte Sichtweise beinhaltet eine erste Form der Qualifizierung:


Qualifizierung 1 (Qualifizierung durch Neubewertung)

Dies bedeutet, sich in die Position des Suchenden zu begeben, Räume neu zu beschreiben und neue Räume zu beschreiben, um die Zwischenstadt als potentielle Stadtform in ihren Möglichkeiten hinsichtlich urbaner Lebensweise, strukturellen Zusammenhängen und einer potentiellen Ästhetik zu begreifen.


Lesart: Lebenswelt

In diesem Sinne zeigen wir eine Beispielsammlung aus den Bereichen Fotografie, Kunst, Werbung Lifestyle, in der zu einer "neuen" Sichtweise auf Stadt aufgerufen sowie Formen der Aneignung und ästhetische Potentiale aufgezeigt werden.


Lesart: Raumzusammenhänge

Wir fassen eine erste Annäherung an die Räume der Zwischenstadt als "Scan" auf: sechs Situationen im europäischen Vergleich werden gelesen und hinsichtlich der sie prägenden Strukturelemente analysiert, um die eingeschriebenen "urbanen" Codes offenzulegen.


Qualifizierung 2 (Qualifizierung durch Intervention)

Über eine Veränderung der Sichtweise hinaus muss Zwischenstadt der ihr eigenen Fragmentation entgegenwirken und sich formierende (Teil-)Öffentlichkeiten verstärken, um sich von Suburbia zu einem "emanzipierten" Teil von Urbia zu entwickeln. Hierzu bedarf es gezielter Interventionen.


Strategien

Der Entwerfer verfügt über bestimmte Eingriffsmöglichkeiten. Die Stärkung emanzipatorischer, urbaner Eigenschaften, wie Kommunikation, Austausch und Zusammenhang, wird anhand von Beispielprojekten illustriert.


Ausblick

Das Schlusskapitel führt den "erweiterten Entwurfsbegriff" ein, der auf die Gestaltung raumbildender Prozessen abzielt. Zur Umsetzung dieses Begriffes müsste Planungspraxis transformiert werden. Das Projekt zeigt erste Ansätze hierfür.



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